In Deutschland hat  Prop. Dr. Nachtsheim, Berlin-Dahlem, in langjähriger wissenschaftlicher Forschungsarbeit die Entstehung und Vererbung der Fellfarben unserer Hauskaninchen weitgehend geklärt. Nachtsheim ist als Vererbungsforscher nicht nur international bekannt, er war auch als Verbandspräsident für die Rassekaninchenzüchter erfolgreich tätig. An seinem Institut wurden alle Rassen gezüchtet, um die Abstammung bzw. die Vererbung nachzuprüfen. Auch wurden auf Grund von neue Rassen erstellt, die bisher nicht bekannt waren. Nachtsheim hat mehr als 15000 Kaninchen gezüchtet, um zu seinen wissenschaftlichen eindeutigen Ergebnissen zu kommen, denen wir jetzt nachgehen wollen.

Die Färbung des Haares unserer Kaninchen kommt durch 5 Erbanlagen zustande, die man symbolisch mit ABCDG bezeichnet. Die Erbformel schreibt man in Bruchform. Über dem Bruchstrich stehen die Erbfaktoren der Mutter, unter dem Bruchstrich die des Vaters. Reinrassige Mutter- und Vatertiere geben den Nachkommen die gleiche Erbmasse mit. Die Erbformel des Wildkaninchens lautet:

A B C D G/A B C D G

Die Farbe des Wildkaninchens ist bekanntlich gelbschwarz geringelt. Die Grannenspitzen sind schwarz, dann folgt ein gelber Ring, und über der Wurzel ist das Haar wieder schwarz. Ebenso ist die Unterwolle schwarz und gelb gebändert. Durch diese Farbverteilung entsteht die typische gelb-schwarz-braune Wildfarbe. Typisch für die Wildfarbe ist aber auch, dass Körper- und Schwanzunterseite und die Unterseite der Läufe weiß sind.

Die Wildfarbe ist beim "Agouti", einem südamerikanischen Nagetier, besonders markant ausgeprägt. Deshalb nennt man die Erbanlage, die diese typische Wildfarbe hervorruft, auch den "Agoutifakror", den auch Deutsche Widder (wildgrau), Deutsche Widder, grau und Wiener, grau führen.

Haartype nach der Farbe-Bänderung 1 Wildfarbig, 2 einfarbig Schwarz, 3 Gelb, 4 Weiß

Die fünf Erbfaktoren ABCDG haben in der Auffärbung unserer Kaninchen nun alle eine bestimmte Aufgabe. So ist

A   der Grundfaktor für Pigmentierung, ohne A bildet sich keine Farbe, das Haar ist weiß
B    { sind die eigentlichen Pigmentfaktoren
C  
D  
G   sorgt für die ringförmige Verteilung des Pigmentes auf die einzelnen Haarabschnitte.

Durch Mutation (Veränderung) können die 5 Farbfaktoren umgewandelt werden: A in a, B in b, C in c, D in d, und G in g.

Der Farbfaktor, der mit einem Grossbuchstaben bezeichnet ist, dominiert über den, der mit einem Kleinbuchstaben bezeichnet ist. Es herrscht also A über a, B über b usw.

Führt ein Kaninchen die Farbfaktorenpaare AA oder aa, BB oder bb usw., so ist es reinerbig oder homozygot. Führt es dagegen die Erbfaktorenpaare Aa oder Bb oder Cc usw. so ist es mischerbig, spalterbig oder heterozygot.

Wird durch Mutation G, der Faktor für die ringförmige Verteilung des Pigments, in g umgewandelt, so fällt die Bänderung des Haares, also die Zonenweise Verteilung des Farbstoffes, fort. Schwarz breitet sich dann gleichmäßig über das ganze Haar aus, es entsteht ein schwarzes Tier. Symbolisch dargestellt würde es im Gegensatz zum Wildkaninchen so aussehen:

ABCDg  =   schwarzes Kaninchen
ABCDG  =   Wildkaninchen
ABCDG

Paaren wir dieses schwarze Kaninchen mit einem Wildkaninchen, so wird die F1- Generation wildfarbig, denn die Wildfarbe dominiert über schwarz. In der F2- Generation sind drei Teile wildfarbig, ein Teil ist schwarz gefärbt.

In A lernten wir den Erbfaktor für Pigmentierung kennen. Wird durch Mutation (Veränderung) A in a umgewandelt, so so kann überhaupt kein Farbstoff gebildet werden, das Haar ist Farblos. Das Tier ist weiß und hat rote Augen. Es ist ein Albino. Die Erbformel lautet

aBCDG

.

aBCDG

Da der Farbstoff fehlt, also auch nicht verteilt werden kann, wird der Faktor G außer Kraft gesetzt.

A dominiert über a, folglich ist die F1- Generation vom Wildkaninchen mit dem obigen weißen Kaninchen wildgrau. Die F2- Generation ist wieder zu 3 Teilen wildgrau, zu 1 Teil weiß, also Albino. Albino + Albino gibt Albino.

Werden die Erbfaktoren BCD durch Mutation (Veränderung) in bcd umgewandelt, so bewirkt das eine Aufhellung der Farbe, die am wenigsten bei d, am stärksten bei b auftritt.

Bei einer Umwandlung von D in d wird Schwarz in Blau aufgehellt. Da aber g in Kraft bleibt, entsteht ein blauwildfarbiges Tier mit der Erbformel

ABCdG

.

ABCdG

Wird der Erbfaktor C in c umgewandelt, so entsteht ein braunwildfarbiges Tier mit der Erbformel

ABCdG

.

ABCdG

Bei Umwandlung des Pigmentfaktors B in b erfolgt die größte Farbaufhellung, es entsteht ein gelbwildfarbiges Kaninchen mit der Erbformel 

AbCDG

.

AbSDG

Stellen wir die so entstandenen Mutationstypen nochmals dem Wildkaninchen gegenüber, so ergibt sich folgendes Bild:

ABCDG  =   Wildkaninchen
ABCDG
aBCDG  =    weiß
aBCDG
AbCDG  =    gelbwildfarbig
AbCDG
ABcDG    braunwildfarbig
ABcDG
ABCdG  =    blauwildfarbig
ABCdG
ADCDg  =    schwarz
ABCDg

Aus diesen Typen sind nun durch Mutationen (Veränderungen) und durch Kombinationen unsere heutigen Rassen entstanden. Nachfolgend wollen wir uns mit dem Erbbild der bekanntesten Rassen beschäftigen.

Die A - Serie

Wenn wir nun vorher sagten, dass der Grundfaktor für Pigmentierung A - a und weiter der Faktor B in b usw. umgewandelt werden kann, so müssen wir jetzt ergänzen, dass der Mutationsschritt von A - a verhältnismäßig groß ist. Heute wissen wir, dass zwischen A - a noch weitere Mutationen stattgefunden haben, so dass eine ganze Reihe von Mutationsfaktoren zwischen A - a liegt: ad, achi, am und an. Man bezeichnet diese Reihe daher als A - Reihe (Albinoserie), desgleichen haben wir eine B - Reihe und eine G - Reihe. Wir werden sie bei der Betrachtung der wichtigsten Kaninchenrassen anschließend genauer kennen lernen.

Dabei gehen wir vom Deutschen Riesen, grau, aus, also von der Erbformel ABCDG. Der Einfachheit halber schreiben wir die Erbformel nicht mehr am Bruchstrich und doppelt, sondern einfach. 

Tritt durch Mutation an die Stelle von G = g, so hat dieser Erbfaktor nicht mehr die Kraft, die bekannte Bänderung in der Haarfarbe auszulösen, obgleich wir, da der Erbfaktor A ja vorhanden ist, ein vollständig ausgefärbtes Tier vor uns haben. Das Tier ist vielmehr ganz gleichmäßig schwarz gefärbt, es ist ein Alaska mit der Erbformel ABCDg.

Wird nun weiter durch Mutation der Faktor A in achi umgewandelt, so bewirkt das den Ausfall des gelben Pigmens und gleichzeitig eine erhebliche Abschwächung der schwarzen Färbung. Da aber G in Kraft bleibt, erfolgt die Bänderung des Haares, es entsteht das bekannte Chinchillakaninchen mit der Erbformel achiBCDG.

Daneben wurde ein dunkles Chinchilla herausgezüchtet, dessen Erbformel lautet adBCDG.

Durch eine weitere Mutation des Faktors A in am wurde die schwarze Farbe noch mehr aufgehellt. Unterbleibt dann gleichzeitig die Bänderung, des Haares, da G in g umgewandelt wird, so entsteht die Marderfärbung: amBCDg.

Bei unseren Russenkaninchen fällt bekanntlich die Pigmentierung des Körpers ganz fort, nur Ohren, Nase Läufe und Schwanz sind schwarz gefärbt; die Augen sind rot. Diese Färbung des Russenkaninchens entsteht durch Abänderung des Faktors A in an, gleichzeitig tritt an Stelle von G = g. So lautet die Erbformel des Russenkaninchens anBCDg.

Mutiert nun A zu a, so unterbleibt natürlich die Pigmentierung im Haar und im Auge vollständig; die Pigmentaufhellung hat ihren höchsten Grad erreicht. Wir haben ein Vollalbino mit weißem Haar und roten Augen, also einen weißen Riesen oder auch das rotäugige Hermelin mit der Erbformel a....

Durch die verschiedenen Mutationen des Erbfaktors A erhalten wir die folgende A - Reihe oder die Albinoserie A - ad - achi - am - an - a. Nachfolgende Übersicht veranschaulicht uns die schrittweise Mutation von A - a.

Erbformel

Rasse

Dominanz

ABCDG Deutscher Riese, grau

-

-

Deutscher Widder, grau -
- Wiener, grau -
ABCDg Alska A über ad
adBCDG Chinchilla, dunkel ad über achi
achiBCDG Chinchilla, (Teilalbino) achi über am
amBCDg Marder (Teilalbino) am über an
anBCDg Russe (Teilalbino) an über a
a.... Deutsche Riesen, weiß -
- Weiße Neuseeländer -
- Rotaugenhermelin -
- (Vollalbino) -

Ein Tier mit der Erbformel aa ist immer ein Albino. Dabei ist es völlig gleichgültig, welche sonstigen Farbanlagen und Zeichnungsmerkmale in ihm verborgen sind. Die Unbekannten Farbanlagen werden daher durch Punkte gekennzeichnet d. i. a...., verborgen kann also sein z.B. a (BCDG) oder a (bcdg), möglich ist aber auch jede andere Verbindung. Erblich gesehen gibt es theoretisch ebenso viele verschiedene Albinorassen, wie Farbrassen möglich sind. Erst durch Kreuzungen mit einer farbigen Rasse kann festgestellt werden, welche Farb- und Zeichnungsanlagen bei einem Albino durch das weiße Haarkleid verdeckt oder verborgen sind. Albino ergeben unter sich gepaart immer Albino, sie vererben rein, da die albinotische Anlage rezessiv ist.

Das rote Aussehen der Augen wird durch die vorm Augenhintergrund durchschimmernden Blutgefäße hervorgerufen. Die verschiedenen albinotischen (rotäugigen) Rassen z.B. Deutsche Riesen, weiß, Deutscher Widder, weiß, Weiße Neuseeländer, Rotaugen-Hermelin, Angora und verschiedene ausländische Rassen sind Züchtungsprodukte. Der rezessive Albinofaktor lässt sich ohne Schwierigkeiten auf jede Rasse übertragen. Daher können auch aus allen Rassen, in den der Albinofaktor (a) rezessiv vorhanden ist, wiederum Albinos aufspalten. 

Wir können die verschiedene Abstammung der bei uns eingeführten Tiere auch äußerlich erkennen. Die englische Abstammung zeigt Tiere, die vorne etwas schwächer sind und längere Ohren haben. Die "Amerikaner" sind kurz, breit, kuppig mit kleinen Ohren, während die deutsche Zuchtrichtung ein etwas schweres Tier mit einem zur Körpergröße passendem Ohr vorstellt.

Hier sei eingeschaltet, dass im allgemeinen durch einen Mutationsschritt nur ein Faktor geändert wird. Ferner, dass Albinismus als Mutation auch beim Wildtier vorkommt. Das albinotische Wildtier ist nicht mehr an seinen Lebensraum angepasst und unterliegt im Kampf ums Dasein schon vor der Fortpflanzung. 

Außerdem kann sich Albinismus

a

nur zeigen, wenn sich durch Zufall einmal zwei Tiere mit dem Faktor 

paaren, denn

a

a

 

A

+

a

a

A

ergibt in F 75%  gefärbte Tiere und  25%  Albinos.

Die obige Formel amBCDg gilt aber nur für den dunklen und reinzüchtenden Marder. Der helle Marder führt den Russenfaktor an und ist somit spalterbig

amBCDg

.

anBCDg

Dasselbe gilt für den blauen Marder; der reinerbige dunkle blaue Marder

amBCdg

.

amBCdg

der spalterbige helle blaue Marder

amBCdg

.

anBCdg

Der Blaurusse anBCdg ist aus einer Kombination von Schwarzrusse + Blauer Wiener = anBCDG + ABCdg entstanden. Die F1 aus dieser Kreuzung ist schwarz = AanDd. In der F2 erhalten wir nach dem bekannten Schachbrett 9 schwarze, 3 blaue Tiere, 3 Schwarzrussen, von denen 2 spalterbig sind, und einen reinerbigen Blaurussen mit and.

Die B - Serie

Anschließend sehen wir uns den Pigmentfaktor B mit seinen Mutationen an. Auch dabei gehen wir wieder aus von ABCDG, dem Deutschen Widder grau.

Wird B in Be abgeändert, so entsteht ein eisengraues Tier, ein Deutscher Widder, eisengrau. Er ist bedeutend dunkler als sein grauer Vetter. auch die Bauchfarbe und die Unterseite der Blume sind eisengrau. Der Faktor G kommt nur wenig zur Geltung. Jedoch führen die eisengrauen Tiere den Erbfaktor Be nur einmal, und damit sind sie spalterbig, also BeB und nicht BeBe, das würde schwarze Tiere ergeben. Zwei Faktoren Be heben die Wirksamkeit der Wildfarbigkeitsfaktoren G völlig auf, nur noch wenige eisengraue Haare weisen auf den noch vorhandenen Faktor G hin. Die Erbformel ist 

ABeCDG

.

ABeCDG

Eisengrau ist die einzige Farbe, die über Wildgrau dominiert und hat die Erbformel

ABeCDG

.

AB  CDG

Werden zwei eisengraue Tiere miteinander gepaart, also

ABeCDG

+

ABeCDG

,

AB  CDG  

dann erfolgt Aufspaltung nach dem Zahlenverhältnis

1

: 2 : 1 gleich
25% : 50% : 25% in
AABeBe schwarz : AABeB eisengrau : AABB wildfarbig
(reinerbig)   (spalterbig)   (reinerbig)

Die Kreuzung BeBe Dunkeleisengrau (schwarz) mit BB Wildfarbe bringt nach dem intermediären Erbgang nur BeB - Tiere mit eisengrauer Farbe.

Durch Mutation von B in bj , diesen Faktor nennt man den Japanerfaktor, entsteht die Japanerfärbung, die kräftige und satte Schwarz - Gelbfärbung, die fleckige, streifige Unterbrechung des Schwarz und Gelb. "Je mehr Flecke und Streifen vorhanden sind, desto besser." Die Erbformel des Japaners: AbjCDg.

Wird das Japanerkaninchen mit dem Wildfarbigkeitsfaktor gezüchtet, so hat es d

AbjCDG

.

AbjCDG

so sind die dunklen Stellen, auch wenn der Japanerfaktor bj nur einmal vorhanden ist, trotzdem rein schwarz, die hellen Teile gelbwildfarbig. Der Bauch ist teils schwarz, teils weiß. Gewisse Schwierigkeiten in der Zucht, weiße Flecken an anderen Stellen als am Bauch, sind sicher auf den Faktor G G mit zurückzuführen.

Ohne Wildfarbigkeitsfaktor mit der Erbformel

Ab _CDgK

,

Ab   CDgk

Tritt an die Stelle von B = b von G = g, so entsteht die gelblich - braune Deckfarbe der Thüringer, die von schwarzbraunen Grannenhaaren wie von einem rußigen Schleier überzogen ist.

Erbformel:  AbCDg.

Hierher gehören auch die madagaskarfarbigen (schildkrötenfarbigen) Rassen, wie Englische Schecken und Holländer.

Durch schrittweise Mutation von B - b entstand die B - Reihe, die sogenannte Gelbserie, hier in der Reihenfolge ihrer Dominanzverhältnisse aufgeführt:

Bee - Be - B - bj - b .

Diese Reihenfolge entspricht auch dem Färbungsgrad der verschiedenen Typen, Be Be dunkeleisengrau (schwarz), BeB eisengrau, BB wildgrau, bj japanerfarbig, b gelb. In der A - Serie geht von A - a das gesamte Pigment stufenweise verloren, hingegen bleibt in der B - Serie von B - b das gelbe Pigment nicht nur erhalten, sondern es nimmt zu, während der dunkle Anteil verschwindet. Bee veranlasst die stärkste, b die schwächste Ausfärbung.

Erbformel

Rasse

Dominanz

ABeCDG Deutscher Riese (eisengrau) Be über B, bj und b
ABCDG Deutscher Riese (grau) B   über bj     und b
AbjCDg Japaner bj   über b
AbCDg Thüringer b  über b

Der C - Faktor

Von früher wissen wir schon, dass wir nach der Erbformel ABcDG ein braunwildfarbiges Kaninchen haben, das las Rasse aller- dings nicht besteht. Paaren wir diese mit einem schwarzen Tier, so ergibt sich

ABcDG

+

ABCDg

+

ABcDG

.

ABcDG

ABCDg

ABCDg

Dies ist ein Bastard, der in C - c und G - g spalterbig ist, so dass die Nachkommen dieser Bastarde, also die F2 Aufgehspalten im Verhältnis von 9 wildgrau   :   3 schwarz   :   3 braungrau   :   1 braun, und diese braune Tier ist unser Havanna = ABcDg.

Männliche Gameten

F2 GC Gc gC gc
GC GGCC GGCc GgCC GgCc
- h 1 1 2
wildgrau wildgrau wildgrau wildgrau
Weib Gc GGcc GGcc GgCc Ggcc
li - 1 h 2 1
che wildgrau wildgrau wildgrau wildgrau
Ga gC GgCC GgCc ggCC ggCc
me - 1 2 h 1
ten wildgrau wildgrau wildgrau wildgrau
gc GgCc Ggcc ggCc ggcc
- 2 1 1 h
wildgrau braungrau schwarz braun

Dihybride Kreuzung

h

 =   homozygot (rein

1

 =    spalterbig in einem Faktor

2

 =    spalterbig in beiden Faktoren

Wie die Aufspaltung erfolgt, erfolgt, geht vorstehendem Schachbrettschema hervor. Von den bekannten Farbfaktoren interessieren und hier nur C und G und ihre rezessiven Paarlinge c und g.

Wie die Aufspaltung erfolgt, geht aus vorstehendem Schachbrettschema hervor. Von den bekannten Farbfaktoren interessieren hier nur C und G und ihr rezessiven Paarlinge c und g.

Wir erkennen, dass das Havanna zunächst einer Mutation und dann einer Kombination seine Entstehung verdankt.

Tritt nun noch der Silberfaktor P, von dem wir später noch hören, hinzu, so haben wir das Havannasilber = ABcDgP.

Die ganz ähnliche Entstehung des Blauen Wienerkaninchens ist ausführlich im Abschnitt Kombination beschrieben. Tritt zum Blauen Wienerfaktor (ABCdg) noch der Silberfaktor P hinzu, dann erhalten wir Blausilber = ABCdgP.

Die Blauen und Weißen Wiener haben nur den Namen gemeinsam. Genetisch haben sie nichts miteinander zu tun. Für Blaue Wiener setzen wir ABCdg, für Weiße Wiener dagegen A....x. Es sind weder zwei Farbenschläge derselben Rasse, noch gehört der Weiße Wiener, trotz seiner weißen Fellfarbe, zur Albinoserie. Er ist kein Teilalbino, wie unkundige Tierhalter noch manchmal behaupten. Wenn auch das Haar pigmentlose ist, so weist doch das Auge Pigment auf, wenigstens die hintere Irisschicht.

Wohl aber gehört genetisch zum Weißen Wiener das Hermelin mit blauen Augen, das sächsische Hermelin: A....x und das Blauaugen - Angora A....xv. Zum Unterschied vom Albinismus wird der nur teilweise Verlust der Farbstoffbildung, der bei den erwähnten Rassen auf die hintere Irisschicht und den Augenhintergrund beschränkt ist, mit Leuzismus bezeichnet.

Ein anderes weißes Kaninchen, das erheblich weder mit den Albinos noch mit leuzistischen Tieren irgend etwas zu tun hat, ist das Schwarzgrannenkaninchen mit der Erbformel

achibCDG.

Es ist eine Neuzüchtung der Bundesforschungsanstalt für Kleintierzucht in Celle aus

Großchinchilla

+

Rote Neuseeländer

achiBCDG

AbCDGy1, y2, y3 .

Diese Verbindung ergibt in der F2 u. a. ein Tier mit der Formel (abgekürzt) achiachibb, das ist ein weißes nicht albinotisches Tier mit dunklen Augen und dunklen Grannen. 

Die Silberung

Wir nannten beim Havanna bereits Havannasilber, beim Blauen Wiener das Blausilberkaninchen. Die Bewertungsbestimmungen sagen z.B. beim Kleinsilber: "Die Silberung wird bei allen Farbenschlägen durch die weißgespitzten Deckhaare gebildet". An einer anderen Stelle heißt es: "Deckfarbe und Silberung sollen gleichmäßig am ganzen Körper vorhanden sein".

Diese Silberung wird durch den dominanten Silberfaktor P ausgelöst, so dass im pigmentierten Haarkleid mehr oder weniger weiße Haare auftreten. Es hat sich herausgestellt, dass an der Silberung aber mehrere, sich ergänzende, verstärkende Silberfaktoren beteiligt sind. Danach unterscheiden wir P1, P2, P3 usw. Je größer nun die Zahl der wirkenden Silberfaktoren ist, desto stärker ist natürlich die Silberung, desto heller ist das betreffende Tier.

Die Anlagen Silberung vererben unabhängig voneinander, es ist daher schwer, alle Faktoren in reinerbiger Form zu erhalten. Daher kommt es, dass die Schattierung innerhalb des gleichen Farbenschlages, oft sogar innerhalb des gleichen Wurfes mehr oder weniger großen Streuungen unterworfen ist. Der Züchter muss durch Zusammenstellung zueinander passender Partner für den notwendigen Ausgleich sorgen. Will man jedoch als erreichbares Zuchtziel unveränderlich vererbende Stämme erhalten, dann ist es notwendig, Tiere mit der gewünschten Schattierung auszuwählen und mit gleichen Partnern zu paaren.

Durch Kreuzung nicht gesilberter Rassen mit gesilberten entstehen immer Silberkaninchen, da der Silberfaktor P dominant ist. Die folgende Übersicht nennt uns die bekanntesten Silberkaninchen.

 Erbformel 

Rasse

ABCDGP

{

Wildsilber
(Braunsilber)

ABCDgP

{

Schwarzsilber
Helle Großsilber
Deutsche Großsilber
Meißner Widder (schwarz)

ABCdgP

{

Blausilber
Meißner Widder (blau)

ABcDgP

{

Havannasilber
Meißner Widder (havannafarbig)

AbCDGP

{

Gelbsilber
Meißner Widder (gelb)

Durch unüberlegte Einkreuzung von gesilberten Kaninchen in das Weißgrannenkaninchen entstand ungewollt eine neue gesilberte Rasse mit der Erbformel:

achiBCDgoP.

Die Holländerscheckung

Die Holländer- oder Plattenscheckung ist durch das Erbfaktorenpaar S -s bedingt, d.h. ein S - Tier ist nicht gescheckt, wohl aber ein s- Tier. Der s - Faktor ist rezessiv, es dominiert also Vollausfärbung über Scheckung. An Holländerscheckung sind nun mehrere Faktoren (S1, S2 usw.) beteiligt; diese Faktoren ergänzen, verstärken sich. Ein S2 - Tier ist also stärker gescheckt als ein S1 - Tier usw.

Nach dem Grad der Beteiligung der Holländerfaktoren haben wir pigmentierte Tiere mit kleineren oder größeren weißen Abzeichen oder fast weiße Tiere mit kleineren dunklen Abzeichen.

Je nach Zahl und Art der Holländerfaktoren, die in dem Tier wirksam werden, ergibt sich eine ununterbrochene Variationsreihe. Diese führt vom ganz gefärbten Tier mit dunklen Augen zum fast weißen Tier mit blauen Augen.

Der Grad der Holländerscheckung, wie er in den Bewertungsbestimmungen festgelegt ist, dürfte jedem Kaninchenzüchter bekannt sein. Er liegt etwa in der Mitte der Variationsreihe. Die Erbformel für das Holländerkaninchen ist für:

grauweiß:

ABCDG

S1, S2, S3 . .

schwarzweiß:

ABCDg

S1, S2, S3 . .

blauweiß: ABCdg

S1, S2, S3 . .

braunweiß: ABcdg S1, S2, S3 . .
japanerfarbig-weiß: AbjCDg S1, S2, S3 . .
madagaskarfarbig-weiß:  AbCDg S1, S2, S3 . .
gelbweiß: AbCDg S1, S2, S3 . .
fehfarbig-weiß: ABcdg S1, S2, S3 . .

Die Punkte (. . ) am Schluss des Sinnbildes sollen andeuten, dass die genaue Anzahl der wirksamen Faktoren unbekannt ist.

Ungeklärt ist die Symbolisierung für Madagaskarfarbe zum Unterschied von Gelb. Bei der Ausbildung zur Madagaskarfarbe (Schildkrötenfarbe), besser vielleicht Gemsfarbe, die gelblich - rotbraun mit rußigem Anflug verlangt wird, sind offenbar mehrere zusammengehörige Erbanlagen eines Chromosoms beteiligt, die eine unterschiedliche gelbe Fellfarbe hervorrufen. Außerdem gibt es noch sogenannte "Intensivatoren" (Verstärker), welche eine unterschiedliche Abstufung der Farbe beeinflussen, so dass eine zusammenhängende Reihe verschiedener Gelbtöne in Erscheinung treten kann.

Holländerfaktoren können sich zum Leidwesen der Züchter in vielen Rassen bemerkbar machen, denn die Holländerzeichnung gilt als die älteste Scheckung überhaupt und war schon im 16. Jahrhundert bekannt.

Die Punktscheckung

Die Flecken- oder Punktscheckung wir durch den dominanten Erbfaktor K bedingt, sein rezessiver Paarling = k. Über Scheckung hörten wir bereits ausführlich beim intermediären Erbgang. Darum genügt hier die Erbformeln unserer Schecken.

Graugescheckter Widder =

ABeCDG

 

ABeCDG

Schwarzschecke =

ABCDgK

= Chaplin
ABCDgK
Typische Schecke = ABCDgK  = spalterbig
ABCDgk
Blauschecke = ABCdgK  = Chaplin
ABCdgK
Typische Schecke = ABCdgK  = spalterbig
ABCdgk
Typische Schecke = AbjCDgK  = spalterbig
AbjCDgk
Rheinische Schecke = AbjCDgK  = Chaplin
AbjCDgK
Madagaskar Schecke = AbCDgK  = Chaplin
AbCDgK
Typische Schecke = AbCDgK  = spalterbig
AbCDgk

Nichtschecken, das sind die voll ausgefärbten Tiere, führen immer das Symbol kk.

Die Lohabzeichen

Die lohfarbige Zeichnung des Lohkaninchens, die in einem satten Rotbraun an den Nasenlöchern, am Augenrand, an der Ohreinfassung, im Nackenkeil, an der Brust, den Pfoten usw. besteht, wurde ursprünglich auf den Lohfaktor zurückgeführt. Der Lohfaktor go bewirkt  lediglich die Lohzeichnung an den vorher genannten Stellen, die als einfach mendelnde Anlage ohne Schwierigkeit auch auf mehrere Farbenschläge (Schwarz, Braun, Blau, Feh, Chin usw.) übertragen werden kann.

Die Ausbildung der Lohfarbe beruht auf der Wirkung der Faktoren y1, y2, y3 usw., die das gelbe Pigment verstärken und könnte farblich vom matten Gelb bis zum fuchsigen Rotbraun reichen. Die Lohfarbe kann allerdings nur an den durch Lohfaktor go vorbestimmten Stellen in Erscheinung treten. Die Faktoren für die Lohfarbe wurden durch Kombinationen in unsere heutigen Lohkaninchen hineingezüchtet.

Die Vererbung sowohl der Zeichnungsmerkmale als auch der rötlichenbraunen Lohfarbe wird durch mehrere, sich unabhängig voneinander vererbende, Faktoren bewirkt. Nur durch langjährige und gründliche Zuchtarbeit ist es möglich zu gut gezeichneten Tieren mit satter Lohfarbe zu kommen.

Durch Kreuzung der ersten mit den Lohabzeichen versehenen schwarzen Gehegekaninchen mit hasenwildfarbigen Tieren gelang die Verbindung der y - Faktoren mit dem Lohfaktor.

Nachstehend ein Überblick unserer Lohkaninchen.

    Erbformel    

  Rasse  

ABCDgoy1y2

Schwarzloh

ABcDgo y1y2 Braunloh
ABCdgoy1y2 Blauloh
ABcdgoy1y2 Fehloh

Wenn man den Lohfaktor go, der die Lohzeichnungsmerkmale hervorruft, mit dem Chinchillafaktor achi in reinerbiger Form verbindet, so erhält man eine unserer jüngsten anerkannten Rassen, das Weißgrannenkaninchen mit der Erbformel:

achiBCDgo.

Die gelbe Farbe, der durch den Faktor go hervorgerufenen Zeichnungsmerkmale der Lohkaninchen, wird bei der Verbindung mit achi achi ausgelöscht. Das Weißgrannenkaninchen ist demnach ein Lohkaninchen mit weißen Zeichnungsmerkmalen und wurde als Kombinationszüchtung erst seit dem Jahre 1920 bekannt. Im Jahre 1949 tauchten erneut Weißgrannen auf, die nunmehr in zwei Farbschlägen, nämlich in Schwarz und Blau, im Standard zugelassen sind.

Im weiteren Verlauf der Züchtung versuchte man die bei den Lohkaninchen sich auf etwa zwei Drittel der Körperseiten entlang erstreckenden und gut abgegrenzten stark hervortretenden Seitenspitzen, die länger als die Deckhaare sind, auf den ganzen Körper zu verteilen. Der Standard verlangt: "Die weißgespitzten Grannen sollen das Deckhaar überragen und gleichmäßig hervortreten. Auch die Brust zeigt Siberung. Je ausgeprägter die langen weiß gespitzen Grannen über den ganzen Körper in Erscheinung treten, um so wertvoller ist die Deckfarbe."

Mit dem Faktor go bleiben die Grannen, bzw. Spür- und Leithaare auf einen bestimmten Raum begrenzt, die Decke bleibt also frei. Um Silberung zu erreichen mussten Silberkaninchen eingekreuzt werden. Die Erbformel heißt nun

achi BCDgo P1, P2, P3 . .         .

Dazu bemerkt Niehaus von der BFAK, Celle: "Damit ist aber ein neuer rassefremder Faktor in die Weißgrannenzucht hineingebracht worden, weil nämlich die anlagen für Silberung (P1, P2, P3 . .) sowohl hinsichtlich ihrer Herkunft als auch in ihrer Wirkung etwas ganz anderes darstellen als die weißgespitzten Leithaare des Weißgrannenkaninchens".

Die Silberung wird durch weiße Haare hervorgerufen, die das Deckhaar nicht überragen, der Standard verlangt aber beim Weißgrannenkaninchen:" Die weißgespitzten Grannen sollen das Deckhaar überragen ...".

Da man bei der Festlegung der Zuchtziele und der Abfassung des Standard die Zusammenhänge des Erbgeschehens nicht überschauen konnte, wird ein anderes Tier verlangt, als es der natürlichen Herkunft der Weißgrannen entspricht. Es bleibt daher abzuwarten, wohin die weitere Entwicklung führt. In einem Europa-Standard, der sicher einmal kommen wird, wird vermutlich das Weißgrannenkaninchen ohne Silberung verlangt werden. Soviel kann aber heute schon gesagt werden, dass die Faktoren für Silberung sich nur sehr schwer, vielleicht sogar überhaupt nicht mehr herauszüchten lassen. Bei den Silberungsfaktoren handelt es sich, wie wir es bei den Silberkaninchen nachlesen können, um mehrere getrennt voneinander mendelnde Faktoren. Das Zuchtziel sollte aber ein Lohkaninchen mit weißen Abzeichen ohne jede Silberung in der Decke sein mit der dazugehörigen Erbformel

achi BCDgo .

Der Farbfaktor y bedingt auch die "fuchsig-rotbraune" Färbung des Hasenkaninchens

ABCDGy ,

das ist die Verbindung des Lohfarbenfaktors y (y1, y2, y3 . . . ) mit der Wildfarbe (ABCDG).

Dagegen ist bei der satten rotgelben Färbung der Decke des Roten Neuseeländers neben der Wirkung des Faktors y erforderlich, dass B in b abgeändert wird. Durch das Zusammenwirkens des Hauptgens für gelbe Fellfarbe (b) mit den so genannten Gelbverstärkern, das sind die y- Faktoren, wird die ursprünglich gelbe Farbe in eine rötliche verändert. Da nur gelber Farbstoff vorhanden ist, bewirkt der Wildfaktor G keine Bänderung des Einzelhaars. Lediglich die Leithaare zeigen eine dunkle Spitze. Die Erbformel für das Rote Neuseeländer - Kaninchens heißt:

AbCDG y1, y2, y3 . . . .

Der Wildfaktor G bedingt die weiße Bauchfarbe. Durch züchterische Maßnahmen wird versucht, auch die Körperunterseite zu färben. Teilweise sind schon Tiere zu sehen, bei denen die Haarenden am Brustkorb gut gefärbt sind. Der Haarboden, vor allem aber der hintere Teil des Bauches, ist noch weiß. Die weitere Zuführung von Gelbverstärkern führt m.E. nicht zur vollen Ausfärbung der Körperunterseite. Die rote, bzw. rötlichgelbe Bauchfarbe lässt sich sicherer und schneller durch die Herauszüchtung von Roten Neuseeländern ohne den Wildfaktor G erreichen. Zu diesem Zwecke müsste man Rassen einkreuzen, welche den Wildfaktor nicht aufweisen, wohl aber genügend y - Faktor haben, damit die rote Farbe nicht verblasst. Am geeignetsten scheint hierzu das Sachsengold - Kaninchen zu sein.

Das Sachsengold - Kaninchen ist, wie schon sein Name sagt, eine neuerer Züchtung sächsischer Züchter. Es handelt sich dabei um eine Kombinationszüchtung, deren Anfänge bis zum Jahre 1925 zurückreichen. Im Jahre 1953 wurden in Leipzig die Sachsengold - Kaninchen zum ersten Male gezeigt. Ebenfalls in Leipzig wurden 1961 bereits 30 Tiere vorgestellt.

Als Ausgangstiere gelten ein strohgelber Rammler, angepaart an eine fast gelbe Japanerhäsin, die nur noch geringfügige Zeichnung hatte. Verschiedene Einkreuzungen brachten nicht die gewünschte Wirkung. Erst Schwarzloh verhalfen zum züchterischen Erfolg, zur sattroten Deckfarbe und zum dunkelgelben Bauch. Damit scheint der Wildfarbigkeitsfaktor G zu fehlen. Die Erbformel wäre dann

AbCDg y1, y2, y3 . . .  .

Bei der Herauszüchtung der Sachsengold - Kaninchen sollen keine Roten Neuseeländer verwendet worden sein. Die Wegzüchtung der weißen Bauchfarbe beim Roten Neuseeländer ist nach m.E. am ehesten und zweckmäßigsten über das Sachsengold - Kaninchen zu erreichen. Die gewünschten Tiere mit rötlicher Bauchfarbe kommen allerdings erst in der zweiten Generation zum Vorschein. Bei großen Tierzahlen sind ein Viertel der Nachkommen mit rotgelbem Bauch (gg) zu erwarten.

Die Entstehung der zart abgetönten Deckfarbe mit dem leicht bräunlichen Hauch des Marburger Feh ist ersichtlich aus der Erbformel

ABcdg .

Im Marburger Feh haben wir ebenfalls einen Kombinationstyp.

Dagegen ist das Luxkaninchen wohl auch fehfarbig, aber gleichzeitig wildfarbig, da der Faktor G in Kraft blieb, Erbformel für Luxkaninchen = ABcdG (Kombination).

Die G - Serie

Als letztes der beim Kaninchen bekannten Serie soll hier die G - Reihe, die sogenannte Wildfarbigkeitsserie erwähnt werden. der G - Faktor regelt die Verteilung der Farbstoffe, sowohl im einzelnen Haar, wie auch an den verschiedenen Körperteilen. Bei seiner Anwesenheit ist das Einzelhaar in ringförmig angeordnete bläuliche, braune, schwarze und gelbe Farbzonen eingeteilt. Die Bauchseite, die Innenseite der Läufe und die Unterseite der Blume sind dabei hell bis weiß. Bei der Mutation von G - g entfällt nicht nur die Zonenweise Anordnung der Farbstoffe im Einzelhaar, sondern auch die Aufhellung der Körperunterseite. Das Tier ist vollständig schwarz. Zwischen den Faktoren G und g steht der Lohfaktor go (ohne Gelbverstärker). Auch hier wird das Rückenhaar rein schwarz, die helle Bauchseite bleibt jedoch, ebenso die sogenannte Lohabzeichen, die bereits beim wildfarbigen Tier etwas heller gefärbt sind. Die G - Reihe oder Wildfarbigkeitsserie führt also von G über go zu g.

Für diese und die beiden anderen Serien gilt der Satz, dass ein einzelnes Tier jeweils nur zwei verschiedene Anlagen einer Serie haben kann. In der G - Serie sind nur folgende Verbindungen möglich: GG, Ggo, Gg, gogo, gog, gg.

Quelle: Fortpflanzung, Vererbung und Zuchtverfahren in der Kaninchenzucht v. Karl Weißenberger

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