Ein Bericht von Manfred Frahling.

Rasseentstehung

Ein edles Porzellan hat Weltruf. Nur wenige kennen unsere Meißner Widder. Und doch ist diese einzigartige reine deutsche Kaninchenrasse über 100 Jahre alt. Der bekannte Erzüchter Friedrich-Karl-Leopold Reck aus Meißen/Sachsen fing Ende des 19. Jahrhunderts mit der Herauszüchtung des schwarzen Farbenschlages an. Etwas später stieß der Züchter Emil Neupold dazu. Diese beiden Züchter sind somit die Väter dieser Rasse. 

Zur Person von Friedrich-Karl-Leopold Reck.

Er war von Beruf Kaufmann und Buchhalter in Meißen. 1902 gründete er mit etlichen Mitstreitern den Rassekaninchen-Zuchtverein Meißen und war von 1905 bis 1910 deren erster Vorsitzender. Ebenso war er langjährig Delegierter für die Landestagungen. 1909 wurde auf seine Initiative hin der erste Meißner-Widder-Club von Deutschland, Sitz Meißen gegründet. Sein Kaninchenbestand hatte Leopold Reck an seinem Wohnhaus in der Mendestraße 1 in Meißen. Trotz eines großen Tierbestandes überschritt er nie die Anzahl von 100 erzüchteten Kaninchen. Unter Freunden wurde darüber oft gewitzelt, dass er wohl das 100. sei.  

Aufgrund seiner Verdienste und Erfolge in der Zucht wurde er 1919 zum Ehrenvorsitzenden des Meißner-Kaninchenzuchtvereins ernannt. Durch Ergeiz, Zielstrebigkeit sowie Standhaftigkeit in seiner Meinung, schaffte er es seine Vorstellungen von Haltung und Zucht trotz allgemeiner gegenteiliger Meinung anderer Züchter seine Ziele in die Tat umzusetzen. Am 03.01.1946 verstarb er in seiner Geburtsstadt Meißen.

Grund der Entstehung

Um 1900 wechselte der Modetrend in Deutschland sehr schnell. Die Fellverarbeitende Pelzindustrie hatte große Nachfrage für große Kaninchenfelle in der Silberfarbe. Aus diesem Grunde wollte Leopold Reck ein großes Kaninchen mit Silberfell erzüchten. Welche Ausgangsrassen er hierfür er auserkoren hatte, ist nicht bekannt, aber es zu vermuten, dass die damaligen Französischen Widder und das Kleinsilberkaninchen hierfür Pate standen. Um den Behang in Länge und Haltung zu verbessern, wurden sicherlich auch Englische Widder Eingekreuzt. Hier bleibt aber die Frage, ob diese Einkreuzung wirklich etwas gebracht hat.   

Allerdings herrschte damals die Meinung vor, dass dieses genetisch nicht möglich sei, und Leopold Reck wurde dieses nicht zugetraut. Da er es sich aber in den Kopf gesetzt hatte, ein Widderkaninchen mit Silberfell zu erzüchten, versuchte er es trotz aller Skepsis der Züchterschaft, Ende des 19. Jahrhunderts den Plan in die Tat umzusetzen. Nach etlichen Versuchsjahren fielen im Januar 1900 die ersten Tiere in Widdertyp mit Silberung, es war die Geburtsstunde der Meißner-Widder. Allerdings gab es auch wieder Rückschläge, denn es gelang nur schwer und schrittweise die Silberung mit dem Widdertyp zu vereinigen. Das Zuchtziel, einen größeren Pelzlieferanten mit dem Silberfell der Kleinsilber zu schaffen, wurde aber doch erreicht. Seine Neuzüchtung stellte er 1902 vor. Es ist nicht bekannt, ob es auf einer Ausstellung oder im Rassekaninchenzuchtverein geschah. Erstaunlicherweise wurde diese Rasse aber noch im selben Jahr im deutschen Einheitsstandard aufgenommen.  

Im April 1907 entschied die Landeszentrale jedoch, die Meißner-Widder aus dem Standard zu streichen. Gründe dafür sind bis heute nicht bekannt. Dies löste helle Aufregungen unter den Meißner-Widderzüchtern aus und sie legten Protest beim Verband ein. Leider ist nicht bekannt, welcher Erfolg dieser Protest beschieden war.

Nach Gründung des Meißner-Widder-Clubs nahm das Interesse für diese Rasse zu, und es fanden sich viele neue Anhänger und Züchter dieser Rasse. Anfangs gab es nur den schwarzen Farbenschlag. Die anderen Farbenschläge (gelb, blau, braun und havannafarbig) wurden erst später erzüchtet. Leopold Reck erzüchtete die schwarzen, blauen und havannafarbigen Meißner-Widder. R. Neupold, der einige Jahre später L. Reck unterstützte, erzüchtete die gelben und braunen Meißner-Widder. Bereits 1927 konnten sie bei der Landesverbandsschau Sachsen, die in Meißen stattfand, alle fünf anerkannten Farbenschläge: Schwarz, Braun, (heute graubraun), Blau, Gelb und Havanna zeigen.  

Leider war die Züchterschar nie sehr groß, sodass die Zucht einzelner Farbenschläge verloren ging. Der schwarze und blaue Farbenschlag ist bis heute von arrangierten Züchtern erhalten worden. Die gelben wurden zwischenzeitlich durch Kreuzungszucht wieder erzüchtet. Von der Existenz der braunen und havannafarbigen Meißner-Widder ist zur Zeit nichts bekannt.  

Feststellung

Von anfänglich schmaler Körperform mit spitzem schmalem Kopf, schlecht getragenen Behängen, aber mit guter Silberung und kurzem dichtem Fell versehenen Tieren, haben sich bis heute doch schon ansehnliche Meißner-Widder mit guter Körperform, schönen Köpfen und langen Behängen mit entsprechend guter Silberung entwickelt.

Dies ist besonders einigen stark arrangierten Züchtern, z. B. um einige Namen zu nennen: Reinhold Kalt, Mühlacker; Wilhelm Neumann, Lübeck; Gerhard Lehmann, Solingen; Waldemar Wissel, Mömbris; Ernst Dinsenbacher, Alzenau; Diethard Schwartze, Bodensee; Adolf Sulzer, Veitsbrunn; Franz Wisthaler, Laichingen; Heinrich Frahling, Emsdetten zu verdanken.  

Es wäre zu wünschen, dass sich noch mehr Züchter finden, die auch auf Jahre hinaus sich der Meißner-Widderzucht zuwenden, um die Zuchtbasis zu verbreitern. Leider ist es so, dass wertvolle Zuchttiere verloren gehen für die dauerhafte Zucht, weil viele Züchter kein Durchhaltevermögen besitzen, oder auch nur so genannte Preisjäger sind und nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass diese Rasse dafür nicht geeignet ist.  

Fachmännisch betrachtet

Der Meißner-Widder ist der erste Vertreter der Mittelrassen, hat andere Voraussetzungen betreffs Gewicht, Form, Widdertyp als der Deutsche Widder. Deshalb sollten die Preisrichter sich nicht verleiten lassen, wenn sie auf Ausstellungen vorher Deutsche Widder bewertet haben, die Merkmale dieser in die Bewertung der Meißner-Widder einfließen zu lassen.

Der Zuchtstand bei den einzelnen Farben ist unterschiedlich. Die schwarzen Meißner-Widder sind zum Teil der Beschreibung im Standard sehr nahe. Bei den blauen bestehen noch erhebliche Mängel in Form, Fell, Kopf und Behang sowie Silberung und Unterfarbe. Zum größten Teil sind sie noch mit schwarzem Anflug in Decke, Kopf, Behang und Seiten versehen und nicht Ausstellungsreif.  

Genetik der Verbesserung

Der braune und havannafarbige Farbenschlag wird zur Zeit von einigen arrangierten Züchtern durch Kreuzungszucht wieder hervorgebracht. Zum havannafarbigen sind es die Rassen MW-schwazsilber, DGrS-havanna DW-havanna, zum braunfarbigen sind es die Rassen MW-schwarzsilber MW-gelbsilber, DW-grau, DGrS-braun, KLS-braun. Der gelbe Farbenschlag wird zur Zeit durch einkreuzen von DGrS-gelb und DW-rot versucht zu verbessern.  

MW havannafarbigen

MW-schwazsilber DGrS-havanna DW-havanna
ABCDgP / ABCDgP ABcDgP/ABcDgP ABcDg / ABcDg

MW graubraunfarbigen

MW-schwazsilber DGrS-havanna DW-havanna
ABCDgP / ABCDgP ABcDgP/ABcDgP ABcDg / ABcDg

MW gelb

DGrS-gelb - DW-rot
AbCDGP/AbCDGP - AbCDGy / AbCDGy

Rassebeschreibung

Die folgende Rassebeschreibung bezieht sich hauptsächlich auf den schwarzen Farbenschlag.

Gewicht und Form

Das Normalgewicht beträgt 4,5 kg, das Mindestgewicht 3,5 kg und das Höchstgewicht 5,5 kg.

Von Gewichtsschwierigkeiten ist in den meisten Zuchten nichts bekannt. Die schönsten Tiere sind im 5,0 bis 5,5 kg-Bereich.  

Die Form der Meißner-Widder unterscheidet sich gegenüber dem Deutschen Widder dadurch, dass sie weniger gedrungen und massig ist. Sie soll leicht gestreckt, mit gewölbter Rückenlinie, breiter Brust und breiter gut abgerundeter Hinterpartie sein.

Die kräftigen Läufe stehen  bereitgestellt und werden gerade aufgesetzt. Die Stellung des Körpers soll mittelhoch sein. Bei älteren Häsinnen ist eine kleine Gutgeformte Wamme zulässig.  

Zur Zeit sind diese Anforderungen nur in wenigen Zuchten erfüllt. In vielen Zuchten ist die Hinterpartie (Becken) noch eckig, schwache Läufe und schmale Formen herrschen vor. Lose Formen (lose Fellhaut und junge Häsinnen mit Wamme) sieht man noch oft auf Ausstellungen.

Österreich hat im Gewicht einen Punktabzug im Bereich von 5,25 kg bis 5,5 kg von 1 Punkt vorgenommen.

Fell

Das Fell soll dicht, gleichmäßig gut begrannt sein, mit einer Länge von 3 cm. Die Ohren sind gut behaart. Die Zuchten spalten hier sehr auf, überwiegend gibt es noch lange Felle mit wenig Unterwolle sowie schwach behaarte Ohren und Läufe (Laufsohle). Es sollte mehr auf kürzere, dichte Felle gezüchtet werden, denn dann kommt auch die Silberung besser zur Geltung.

Kopf und Behang

Hier unterscheidet sich der Meißner-Widder vom Deutschen Widder erheblich. Der Kopf soll kräftig, mit schönem Widderprofil, feinem gebogenen Nasenrücken, mit breiter Stirn und Schnauzpartie versehen sein. Der Behang ist aufgrund der geringeren Größe etwas kürzer  als beim Deutschen Widder. Die Behanglänge beträgt 36 bis 42 cm. Dies war nicht immer so im deutschen Standard. Früher hieß es etwa 38 bis 42 cm. Auf Antrag der IG M-W wurde die Länge auf 36 bis 42 cm festgelegt, das Wort „etwa“ ist gestrichen worden, da die Auslegungen  in der Bewertung zu großen Spannen vom NB bis 15 Pkt. Führte. Die Ohren sind gut angesetzt, beidseitig röhrenartig voll und werden hohl mit der zum Körper gerichteten Schallöffnung getragen. Der Kopf insgesamt soll nicht so markant wie beim Deutschen Widder sein. Bei Häsinnen sollte aber der weibliche Charakter erkennbar sein.  

Schmale Köpfe und schlecht getragene Ohren sind in den meisten Zuchten noch kaum vorhanden. Die Behanglänge ist zum größten Teil schon in den meisten Zuchten mit 40 cm und mehr gegeben. Auf die Kronenbildung sollte jedoch mehr Wert gelegt werden. Sie ist zum Teil noch schwach.

In Österreich gibt es noch eine Unterteilung der Bewertung der Behanglänge von 37 bis 44 cm mit folgendem Bewertungsschema:

37 cm = 13,5 Pkt. 41 cm = 15,0 Pkt.
38 cm = 14,0 Pkt. 42 cm = 14,5 Pkt.
39 cm = 14,5 Pkt. 43 cm = 14,0 Pkt.
40 cm = 15,0 Pkt. 44 cm = 13,5 Pkt.

Silberung und Gleichmäßigkeit

Anerkannt sind der schwarze, blaue, gelbe, braune und havannafarbige Farbenschlag. Hier gelten die selben Anforderungen wie bei den Kleinsilbern. Die Deckfarbe soll am ganzen Körper gleichmäßig gesilbert und mit reichlichem Glanz versehen sein. Aufgrund des längeren Felles wird es nie so gute Silberungen geben, wie beim Kleinsilber. Im neuen deutschen Standard b 2004 wird nach dem Deutschen Großsilber die Silberung - Gleichmäßigkeit bewertet sowie die Deckfarbe. Bei allen Farben soll die Deckfarbe klar und deutlich erkennbar sein. Es ist ja auch logisch, denn von der Felllänge und Struktur ist der M-W dem Deutschen Großsilber gleich.  

Die helle Farbe des Hellen Großsilbers oder Kleinsilber, hell ist in Deutschland und im Europastandard nicht anerkannt. Die Berichte aus alter Literatur und durch Züchteraussagen belegen, dass dieser Farbenschlag nie erzüchtet wurde, sondern die hell genannten Tiere in der Literatur früherer Zeiten waren sehr hell schattierte Schwarzsilber, denn es hieß hell gespitzte Grannenhaare in der Beschreibung und es war nirgends zu lesen vom schwarzen Stich und bläulich durchschimmernder Deckfarbe. Es kommt leider oft vor, dass noch Tiere auf den Ausstellungen gezeigt werden, mit dunkler gesilberten Köpfen, Läufen und Blumen oder mit hellerer gesilberter Brust als der sonstigen Körpersilberung. Solche Tiere sollten zur Zucht nicht eingesetzt werden, und von den Preisrichtern auf den Ausstellungen stärker von den mit guter gleichmäßiger Silberung versehenen Tieren abgestuft werden.  

Einige Züchter zeigten auf den letzten Bundesschauen schon hervorragende Tiere mit schöner, gleichmäßiger Silberung, die nicht immer die berechtigte Bewertung erhielten.  

Unterfarbe / Zwischenfarbe

Jeder Farbenschlag unterliegt den selben Bestimmungen wie bei den Kleinsilbern. Die Unterfarbe soll bei allen Farbenschlägen ohne jegliche Durchsetzung sein und sich von der Deckfarbe abheben sowie bis zum Haarboden reichen und am ganzen Körper vertreten sein. Im Einzelnen ist sie beim schwarzen dunkelblau, beim blauen blau, gelb kräftig gelb, Havanna dunkelblau, braun dunkelblau. Beim Braunen besteht noch eine Zwischenfarbe, die leicht rotbraun ca. 5 mm breit und klar abgegrenzt von der Unterfarbe sein soll. Über diese Zwischenfarbe liegt ein etwa 1 bis 2 mm breiter dunkler Streifen.  

In dieser Position gibt es schon sehr gute Tiere mit gut ausgeprägten Unterfarben. Schwache und helle Unterfarben mit hellem Haarboden sind schwächer vertreten.  

Österreichs - Sonderweg

Die in Position, Gewicht, Kopf und Behang Silberung und Gleichmäßigkeit genannten Sonderwege des österreichischen Verbandes finden  die meisten Züchter nicht gut.  

Auf europäischer Ebene sollte die einheitliche Züchtung und Bewertung der Meißner-Widder nach dem Ursprungsland getätigt werden.

Körperform, Kopfbildung, Behanglänge sollten zueinander passen, denn Tiere mit höherem Gewicht, längerer Form haben in der Regel auch längere Behänge. Tiere mit geringerem Gewicht und kürzerer Form haben entsprechend kürzere Behänge.

Ein langer Behang auf einem kurzen Tier sowie kurzer Behang auf einem langen Tier passt nicht im Gesamterscheinungsbild. Deshalb sollte bei der Bewertung das Gesamtbild des Kopfes sowie die Länge und Struktur des Behanges im Verhältnis zum Rumpf entscheidend sein. Denn ein Tier im Gewicht von 4,6 kg mit nicht langer Form aber mit schönem Kopf, 37 cm Behanglänge mit guter Struktur sollte auch mit 15.0 Pkt. Bewertet werden können, wie ein Tier im Gewicht von 5,5 kg mit schönem Kopf und einer Behanglänge von 42.0 cm mit guter Struktur. Die meisten Züchter verlieren wir, weil die Tiere in dieser Position zu sehr nach dem Deutschen Widder bewertet werden. Es sollte unter den Preisrichtern umgedacht werden, denn der Meißner-Widder soll nach Standard, und so wollen es auch die Züchter, nicht wie ein Deutscher Widder aussehen. Die schönsten Tiere liegen im Gewicht von 5.0 bis 5,5 kg und einer Behanglänge von 38 bis 40 cm, somit kommen wir auch den so genannten Tierschützern entgegen, die bemängeln, dass durch längere Behanglänge die Tiere sich gegenseitig verletzen können.  

   Schlusswort

Die Zucht der Meißner-Widder

Die Meißner-Widder sind sehr genügsame und etwas lebhaftere Tiere als die Deutschen Widder, sie sind gute Futterverwerter und frohwüchsig. Die Fruchtbarkeit und Aufzuchtsleistung ist gut. 8 bis 12 Junge werfen und aufziehen bereiten zur Zeit keine Schwierigkeiten.  Dies war nicht immer so, aber durch konsequente Zuchtauslese ist es einigen Züchtern gelungen, diese guten Eigenschaften wieder herauszuzüchten.  

Mit Hilfe eines breiteren Fundaments von arrangierten Züchtern können die bestehenden Mängel bei den Meißner-Widdern rasch gemeistert werden, denn im Grunde mögen viele Züchter diese mittelgroße Rasse mit etwas lebhaftem Temperament sehr. Nur es muss allen Interessierten, die diese Rasse züchten wollen klar sein, dass es nicht von heute auf morgen klappen kann, mit dieser Rasse viele Preise und Pokale zu holen. Denn in Konkurrenz mit den Durchgezüchteten Rassen auf kleineren Ausstellungen, wie Lokal- Kreis- Bezirk und  Allgemeinen Ausstellung (da dort klassenweise prämiert wird), ist der Meißner-Widder immer im Nachteil.  

Nach 100 und mehr Jahren sollte es doch möglich sein, diese schöne urdeutsche Rasse Meißner-Widder vermehrt in das Züchterinteresse zu stellen. Die feinen Meißner-Widder der letzten Bundesschauen geben Hoffnung dazu und sollten Interessierte anregen, diese Rasse zu züchten.

Am 16. Sept. 2001 wurde die Interessengemeinschaft Meißner-Widder in Alzenau (bei Frankfurt am Main) gegründet. Nach einjähriger Vorarbeit durch einige Züchter konnte bereits zu diesem Zeitpunkt eine Liste von 70 Züchtern der Farben schwarz, blau und gelb erstellt werden. 27 Züchter-/innen traten dieser Gemeinschaft bei. Zur Deckung der Porto- und Schriftsachenkosten wurde ein Kostenbeitrag von 10,00 € pro Person beschlossen. Sprecher der IG wurde Herr Manfred Frahling aus Emsdetten.

Anlässlich der Bundesschau in Bremen wurde eine Versammlung durchgeführt und es wurde dort beschlossen, einen Antrag an die Standardkommission des ZDK betreffs Änderung der Behanglänge zu stellen. Dies geschah durch den Sprecher der IG. Im Oktober 2002 wurde die Standardänderung im DRKZ veröffentlicht. Jetzt ist endlich Klarheit über die Bewertung des Behanges des Meißner-Widders gegeben. Der Behang ist jetzt von 36 bis 42 cm lang und Maße, die darüber und darunter liegen, werden mit NB bewertet.

Am 15.09.2002 fand das nächste Treffen der IG Meißner-Widder wieder in Alzenau statt. Über 30 Züchter waren anwesend. Es konnte ein enormer Zuwachs der Züchterschar festgestellt werden. Einige Züchter sind bei der Neuzüchtung der Farben braun und Havanna sehr aktiv. Es hat sich gezeigt, dass durch die Gründung der IG Meißner-Widder die Züchterzahl gestiegen, der Zusammenhalt Freundschaft unter den Züchter-/innen gefestigt, die Qualität sowie Quantität in den einzelnen Farbenschlägen verbessert wurde Die Ausstellungsfreudigkeit zu größeren Ausstellungen, sprich Widderclub-Vergleichsschau, Landes- und Bundesschauen, ist gestiegen.

Anlässlich der Bundesrammlerschau in Kassel Januar 2003 trafen sich etliche Züchter im Vereinsheim von Kalle-Niestetal, um sich auszutauschen. Dort wurde angeregt, 2004 eine bundesweite Meißner-Widderschau durchzuführen. Bis zum September 2003 wollen einige Züchter in ihren Vereinen Klarheit schaffen, ob es möglich ist, an einer Vereinsschau diese Meißner-Widderschau angliedern zu können. Im September 2003 ist das nächste Züchtertreffen wiederum beim Zuchtfreund Ernst Dinsenbacher in Alzenau. Dort wird beschlossen, wo und wann diese Meißner-Widderschau stattfinden wird.

Diese Schau ist am 13./14. November 2004 in Coswig Meißen. Ausstellungsberechtigt sind alle Meißner-Widder-Züchter, die in einem dem europäischen Verband angeschlossenem Land Mitglied sind

Name der Ausstellung: 1. allgemeine Europäische Meißner-Widderschau.

Rassebeschreibung

Siehe: ZDRK - Standard von 2004 und Europa - Standard 2012

Quelle:

Bericht von Manfred Frahling, Auszug aus  "Deutscher Kleintier - Züchter" 12/1999 Bericht von R. und 1/2002 Bericht von Gerhard Larsen Das Bildmaterial stellte uns Diethard Schwarze freundlicherweise zur Verfügung.

Wir danken den Zuchtfreunden  Manfred Frahling, Diethard Schwarze und Wolfgang Jensen für ihre Mitarbeit.

Für Ergänzungen oder weitere Hinweise sind wir sehr dankbar

Das Copyright für diesen Bericht liegt bei den Züchtern Manfred Frahling, Gerd Larsen und R.bzw. der Arbeitgemeinschaft der Widderzüchter.

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